Impressionen Runder Tisch Bauunternehmen
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Umgeben von faszinierender Architektur fanden sich am 29. Februar zahlreiche Vertreter mittelständischer und großer Bauunternehmen im Business Club der erst kürzlich eröffneten BMW Welt ein, um am Runden Tisch gemeinsam zu diskutieren. Im Fokus standen die unterschiedlichen Einsatzgebiete und die Aufgaben zentraler Dienste bei der Einführung und Betreuung einer internetbasierten Projektplattform. Von ebenso großer Bedeutung waren Fragen nach der Entstehung und dem Inhalt einer digitalen Bauakte sowie nach den objektiven Resultaten und Grenzen eines Plattformeinsatzes.
Das erste Impulsreferat von Jörg Herre, Wolff & Müller GmbH, zeigte die Ausgangslage im Bereich Plan-, Dokumenten- und Mängelmanagement in der eigenen Bauunternehmung auf und wie diese Einzelaufgaben mit verschiedenen Lösungen abgewickelt wurden. Neben der nicht einheitlich gelösten Bedieneroberfläche und Administration, lag das Hauptproblem für Wolff & Müller in der fehlenden Kommunikation dieser Insellösungen untereinander. "Wie kommt ein Mangel ins Dokumentenmanagement-system?", das war eine von vielen offenen Fragen. Erst mit Einführung der Projektplattform think project! konnte man bei Wolff & Müller der Forderung nach "einer Lösung für alles" gerecht werden.
"Eine Plattform für alles", darum drehte sich auch die anschließende Diskussion, die verdeutlichte, dass die bisher übliche Nutzung einer Plattform während der Ausführungs- und Gewährleistungsphase, also ab Auftragserteilung an das Bauunternehmen, nicht ausreicht. Für Herrn Clauß vom PPP A8-Projekt müsste eine Projektplattform umfangreicher genutzt und dort eine komplette digitale Bauakte angelegt werden, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden. Aufgrund eigener Erfahrungen aus Sicht einer Betreibergesellschaft sei es zwingend notwendig, kaufmännische Themen wie Verträge, die bislang in hunderten von Ordern schlummern, in die digitale Bauakte mit aufzunehmen. Sinnvoller Weise sollten Informationen aus allen Phasen, z.B. bereits in der Ausschreibungs- und Angebotsphase und damit weit vor der Auftragsvergabe an den Bauunternehmer, integriert werden.
Von großer Bedeutung war für viele der Anwesenden auch das Thema Datenarchivierung. Die "Gesamtarchivierung ist das Thema der Zukunft", hieß es. Und dazu gehöre neben der vollständigen Dokumentation aller Pläne, Projektdokumente, Protokoll etc. insbesondere das elektronische Archivieren der "Bewegungsdaten", die Aufschluss über den gesamten Entscheidungsverlauf geben können.
Deutlich wurde, dass eine qualitativ hochwertige Dokumentation jedoch nur dann erreicht werden kann, wenn die Plattform auf die eigene Projektorganisation zugeschnitten ist. Obwohl man gerne bereit ist mit dem Bauherren über eine Plattform zu kommunizieren, kann ein System der Bauherrenorganisation die Anforderungen der Bauausführung nicht ersetzen.
Zwei Jahre operative Erfahrung mit der Projektplattform think project! kennzeichneten das zweite Impulsreferat von Herrn Tröndle, Leiter IT und Organisation der Klebl Baulogistik GmbH. Ihr Antrieb für den Aufbau einer Projektplattform lag in dem Wunsch Abläufe auf der Baustelle besser in den Griff zu bekommen. Ziel war es, ein einheitliches und durchgängiges Planmanagement einschließlich Archivierung aufzubauen, das Optimierungspotenziale ausschöpft und eine langfristige Qualitätssicherung gewährleistet. Heute befasst sich Klebl mit der Einbindung weiterer Unternehmensbereiche, wie ihre Fertigteilwerke, in die Projektplattform.
Das Thema Schnittstellen zu einem eventuell vom Bauherren eingesetzten System sahen viele der Diskussionsteilnehmer als sehr wichtig an. Vor allem das manuelle Übertragen von Dokumenten von einer Plattform zur anderen stelle einen erheblichen Mehraufwand dar. Ein verbesserter Austausch der Informationen zwischen eigenem und Bauherrensystem über entsprechende Schnittstellen, ähnlich der SOAP-Schnittstelle bei baulogis, sei deshalb sehr wünschenswert, darüber waren sich alle Diskussionsteilnehmer einig.
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