
Für zwei nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegende Bezirke sollte eine neue und bessere Nutzung gefunden werden. Statt die beiden Gebiete getrennt zu bebauen, hatte Luigi Zunino, Gründer des Immobilienentwicklers Risanamento S.p.A, die Vision, diese als ein großes, homogenes Stadtentwicklungsprojekt zu betrachten. Auf diese Weise entstand der Masterplan einer modernen und funktionalen „Stadt in der Stadt“, die sich zukünftig über eine Fläche von 1.200.000 Quadratmetern erstrecken wird.
Der Masterplan für Milano Santa Giulia, wie das Stadtentwicklungsprojekt genannt wird, stammt von dem renommierten britischen Architekten Sir Norman Foster, der sich bereits mit Prestigeprojekten in zahlreichen Großstädten der Welt einen Namen gemacht hat.
Ziel ist, die Menschen, die dort leben und arbeiten, perfekt zu versorgen. In Milano Santa Giulia wird es daher neben Büroflächen und Wohnungen auch eine Kirche und Schulen, ein großes Kongresszentrum, Hotelunterkünfte, Restaurants und Cafés, ein Gemeindezentrum, Ärzte und Apotheken sowie zahlreiche Kultur- und Freizeiteinrichtungen geben. Eine 600 Meter lange Promenade mit Geschäften und weiteren Serviceangeboten ist ebenfalls geplant.
Der Masterplan sieht unter anderem einen 316.000 Quadratmeter großen öffentlichen Park und eine intelligente Verkehrsplanung vor. Insgesamt umfasst Milano Santa Giulia mehr als 20 Teilprojekte.
Schon allein Größe und Komplexität des Stadtentwicklungsprojekts lassen ahnen, welche Herausforderungen an das Projektmanagementteam gestellt werden. Darüber hinaus sind zahlreiche internationale Investoren, Architekten, Ingenieurbüros, Designer und ausführende Unternehmen an der Realisierung beteiligt, deren Wünsche und Bedürfnisse koordiniert werden müssen. Die für die Koordination verantwortliche Projektentwicklungsgesellschaft Milano Santa Giulia (MSG) entschied sich daher für den Einsatz einer internetbasierten Projektplattform, um diese komplexen Managementaufgaben zu erleichtern.
Für MSG war es von Anfang an wichtig, alle Entscheider und Projektmanager in den Abstimmungsprozess zu involvieren und an die Plattform anzubinden. So wurde mit viel Energie daran gearbeitet, eine gemeinsame Lösung für alle Abstimmungsprozesse und Workflows zu schaffen, die auf der Projektplattform abgebildet werden sollten. Diese umfassen sowohl das Plan- und Dokumentenmanagement als auch Protokolle, Informationsanfragen oder Entscheidungsvorlagen. Alle Beteiligten sollten mit dem Ergebnis zufrieden sein und gerne mit der Lösung arbeiten. Aus dem gemeinsam entwickelten Konzept zur Einrichtung der Projektplattform wurde mittlerweile ein Standard geschaffen, der auf jedes neue Teilprojekt übertragen werden kann.